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Unser Schulgebäude ist schon sehr alt, es wurde 1878 fertiggestellt. Wir hatten also im Jahr 2003 die 125-Jahr-Feier. Im Lauf der Jahre wurde angebaut und aufgestockt. Sein heutiges Aussehen hat das Schulgebäude aber schon seit ca. 60 Jahren. Ehemalige Schüler, die manchmal zu Besuch kommen (manchmal sogar aus Schweden oder USA!), sagen, dass sich tatsächlich seitdem kaum etwas verändert hat. Na ja, zumindest nicht am Gebäude. Den Namen Christoph-Földerich-Schule hat sie aber erst 1957 bekommen. Über Christoph-Földerich könnt ihr weiter unten noch mehr erfahren. Mehrmals wurde die Schule in mehrere Schulen geteilt oder wieder zusammengelegt. Seit 1984 ist sie mit der Südpark-Schule (auf der anderen Seite des Schulhofes) zusammengelegt worden. |

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Ca. 1915 |

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2002 |

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Unsere „große" Turnhalle 2003 |

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Das „Südparkhaus" an der Konkordiastraße. Hier lernen die Kinder der Schulanfangsphase (Klasse 1 und 2). |
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Durch die Hortübertragung an Schulen haben wir seit dem 1. August 2005 auch ein Hortgebäude. Es ist der Gebäudekomplex der ehemaligen Kita Melanchthonstraße. Den Hort betreiben wir gemeinsam mit der Paul-Moor-Schule. |

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Christoph Földerich wurde 1569 in Spandau geboren. Nach dem Schulbesuch in Berlin ging er mit 14 Jahren nach Schweden, um dort nach seiner Lehrzeit in Stockholm Kaufmann zu werden. Während des schwedisch-polnischen-Krieges (1596) verlor er sein Vermögen und trat 1599 in polnische Staatsdienste. Im Jahre 1604 kam Földerich in seine Heimatstadt zurück und ließ sich als Kaufmann nieder. Er handelte mit Getreide, Wein und Gewürzen und wurde Hoflieferant des Kurfürsten von Brandenburg. 1620 erwarb er die Apotheke am Molkenmarkt in Berlin. Christoph Földerich war ein freier, selbstbewusster Bürger, der sich seine Rechte weder von den Hofräten noch vom Kurfürsten selber nehmen ließ. Fünf Jahre lang war er Ratsherr der Stadt Berlin. Als ihm sein weitläufiger Handel keine Zeit mehr ließ, legte er das Amt nieder. Zum Abschied stiftete der scheidende Ratsherr einen kostbaren Becher. Der „Földerichbecher" wurde vom Rat den Gästen der Stadt noch lange zum Willkommenstrunk gereicht. Im Jahre 1628 stiftete Földerich der Großen Stadtschule, die er als Junge selbst besucht hatte, 1000 Taler. Diese reichten aus, um fortan alle Knaben kostenlos zu unterrichten. Die Zinsen wogen nicht nur das Schulgeld auf, sondern die Waisen konnten auch noch mit Büchern, Kleidung und Schuhen bedacht werden. Die fleißigsten Schüler erhielten nach den Examen Preise. Für diese Stiftung stellte Földerich nur eine Bedingung: Sobald Schulgeld gefordert würde, sollte der Magistrat das Kapital an sich nehmen und die Zinsen verteilen. Außerdem sollte der Rektor der Schule jährlich des Stifters gedenken. Durch die Földerich-Stiftung konnte in Spandau damals das Schulgeld abgeschafft werden. Erst im Jahre 1809 reichte das Geld der Stiftung nicht mehr aus. Es konnten nur noch vier Unterrichtsstunden am Tag kostenfrei erteilt werden. Seit 1792 war immer weniger Geld durch die Zinsen für das Kapital eingekommen. Schließlich konnte nur noch den armen Kindern das Schulgeld erlassen werden. Christoph Földerich starb am 31. März 1629 zwischen 16.00 und 17.00 Uhr. Er hinterließ die Witwe und seine Tochter Elisabeth. Diesen Text bekam die Schule zusammen mit der Namensurkunde 1957 vom Bezirksamt Spandau. |


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Leider gibt es kein Bild von Christoph Földerich. So könnte er aber ausgesehen haben. |
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Stiftungsurkunde, 1624 Mit freundlicher Unterstützung des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau |