Christoph   Földerich   wurde   1569   in      Spandau      geboren.      Nach   dem   Schulbesuch   in      Berlin   ging   er   mit   14   Jahren   nach Schweden, um dort nach seiner Lehrzeit in Stockholm  Kaufmann zu werden. Während des schwedisch-polnischenKrieges  (1596) verlor er sein Vermögen und trat 1599 in polnische  Staatsdienste. Im    Jahre    1604    kam    Földerich    in    seine    Heimatstadt    zurück    und    ließ        sich    als Kaufmann nieder.   Er   handelte   mit   Getreide,   Wein   und   Gewürzen   und   wurde   Hoflieferant   des Kurfürsten        von    Brandenburg.    1620    erwarb    er    die    Apotheke    am    Molkenmarkt    in Berlin.    Christoph    Földerich    war    ein    freier,    selbstbewusster    Bürger,    der    sich    seine Rechte   weder   von   den   Hofräten   noch   vom   Kurfürsten   selber   nehmen   ließ.   Fünf      Jahre lang   war   er   Ratsherr   der   Stadt   Berlin.   Als   ihm   sein   weitläufiger   Handel   keine   Zeit mehr   ließ,   legte   er   das   Amt   nieder.   Zum   Abschied   stiftete   der   scheidende   Ratsherr einen kostbaren Becher. Der    „Földerichbecher“    wurde    vom    Rat    den    Gästen    der    Stadt    noch    lange    zum Willkommenstrunk          gereicht.     Im     Jahre     1628     stiftete     Földerich     der     Großen Stadtschule,   die   er   als   Junge   selbst   besucht   hatte,   1000   Taler.   Diese   reichten   aus,   um fortan   alle   Knaben   kostenlos   zu   unterrichten.   Die   Zinsen   wogen nicht   nur   das   Schulgeld   auf,   sondern   die   Waisen   konnten   auch noch mit Büchern, Kleidung und Schuhen bedacht    werden.    Die    fleißigsten    Schüler    erhielten    nach    den Examen Preise. Für diese Stiftung stellte Földerich nur eine Bedingung: Sobald   Schulgeld   gefordert   würde,   sollte   der   Magistrat   das   Kapital   an   sich   nehmen   und   die Zinsen verteilen. Außerdem sollte der Rektor der Schule jährlich des Stifters gedenken. Durch   die   Földerich-Stiftung   konnte   in   Spandau   damals   das   Schulgeld   abgeschafft   werden. Erst   im   Jahre   1809   reichte   das   Geld   der   Stiftung   nicht   mehr   aus.   Es   konnten   nur   noch   vier Unterrichtsstunden   am   Tag   kostenfrei   erteilt   werden.   Seit   1792   war   immer   weniger   Geld   durch die   Zinsen   für   das   Kapital   eingekommen.   Schließlich   konnte   nur   noch   den   armen   Kindern   das Schulgeld   erlassen   werden.   Christoph   Földerich   starb   am   31.   März   1629   zwischen   16.00   und 17.00 Uhr. Er hinterließ die Witwe und seine Tochter Elisabeth. Diesen Text bekam die Schule zusammen mit der Namensurkunde 1957 vom Bezirksamt Spandau.
Das ist das Original der Stiftungsurkunde. Es wird im Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau  aufbewahrt.
Leider gibt es kein Bild von Christoph Földerich. So könnte er aber ausgesehen haben.
Leider   ist   der   Namensgeber   unserer   Schule   und   großer   Gönner   der   Stadt   Spandau   kaum   bekannt.   Der vorliegende Text bringt ein wenig Licht in die großen Verdienste dieses Mannes um die Kinder Spandaus.
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Christoph-Földerich-Schule Grundschule mit Musikbetonung Schwerpunktschule für Französisch